Jetzt bewerben: Akademie für Energie & Akzeptanz 2016

19.10.2015

Zum Thema "Big Data als Schlüssel zur Energiewende?" richtet das Wittenberg-Zentrum für Globale Ethik (WZGE) mit Förderung der RWE Stiftung für Energie und Gesellschaft und in Kooperation mit der Professur für Energiemanagement und Nachhaltigkeit der Universität Leipzig vom 28. Februar bis 4. März 2016 eine einwöchige Akademie in der Lutherstadt Wittenberg aus. Ziel ist es, Ansätze für einen ethisch fundierten gesellschaftlichen Dialog zur Energiewende zu entwickeln. Interessierte Studierende und Promovierende sind aufgerufen, sich bis zum 13. November 2015 zu bewerben.

Hintergrund

Welchen Beitrag soll und kann die umfassende Sammlung und Auswertung digitalisierter Verbraucherdaten - Stichwort "Big Data" - zum Gelingen der Energiewende leisten? Befürworter argumentieren, dass eine zunehmend dezentral ausgestaltete Energieversorgung zwingend mehr Informationen über die Bedarfe und Gewohnheiten der Verbraucher verlange. Mithilfe personalisierter Daten ließe sich nicht nur die Energieerzeugung punktgenau steuern, sondern auch der Service für den Einzelnen verbessern. Kritiker hingegen weisen auf die Risiken hin: Vollständige Transparenz mache es z.B. möglich, Standards zu definieren und dem Einzelnen künftig einen "angemessenen" Verbrauch vorzuschreiben.

Aus einem ethischen Blickwinkel lässt sich die Frage nicht unmittelbar beantworten: Fördert Big Data das Gemeinwohl durch mehr Effizienz bei Erzeugung und Verbrauch? Oder unterminiert Big Data elementare Grundfreiheiten des Einzelnen? Vor diesem Hintergrund ist es Ziel der Akademie, gemeinsam mit Partnern aus der Praxis folgende Leitfragen zu diskutieren: Welche Potenziale und Konflikte bietet eine auf Basis individueller Daten gesteuerte Energieversorgung? Welche Dilemmata entstehen im Spannungsfeld von Effizienz und Freiheit und (wie) lassen sie sich auflösen? Wer trägt in zunehmend digitalen Strukturen welche Verantwortung? Wie kann ein konstruktiver Dialog zwischen Politik, Wirtschaft, gesellschaftlichen Gruppen und Bürgern gefördert werden?

Ablauf und Inhalte

Im ersten Teil der Akademiewoche erarbeiten und vertiefen die Teilnehmer wirtschaftsethische und energiewirtschaftliche Kenntnisse. Auf Basis des wissenschaftlichen Ansatzes des WZGE treten sie danach zu einem aktuellen Konfliktthema in den Austausch mit Vertretern aus Politik, Unternehmen und Zivilgesellschaft. Anschließend nehmen sie in einem simulierten Stakeholder-Dialog, dem Höhepunkt der Akademiewoche, selbst deren Rollen ein. Dabei gilt es, sich in die jeweilige Position hineinzuversetzen, diese überzeugend zu vertreten und in der Gruppe zu einem Ergebnis zu gelangen. Schließlich werden die Erkenntnisse dieses Perspektivwechsels gemeinsam ausgewertet und Empfehlungen abgeleitet.

Als Referenten werden Vertreter aus Bundespolitik, Energiewirtschaft, Industrie, Wissenschaft sowie zivilgesellschaftlicher Organisationen erwartet.

Teilnahmevoraussetzungen und Bewerbung

Die Akademie richtet sich an Studierende und Promovierende verschiedener Fachrichtungen mit erweitertem Energiebezug und Interesse am energiewirtschaftlichen Diskurs. Die Studierenden sollten sich in einer fortgeschrittenen Phase ihres Bachelorstudiums befinden oder einen Masterstudiengang belegen. Insgesamt werden 20 Plätze zur Verfügung gestellt.

Interessenten senden bitte bis zum 13. November 2015 (Bewerbungsschluss) ihre Bewerbung mit Lebenslauf und einseitigem Motivationsschreiben an sabine.wellnitz[at]wzge.de.

Ausführliche Informationen entnehmen Sie bitte der Ausschreibung.

Hintergrundinformationen zur Veranstaltung finden Sie hier:


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